VPA / Kabelgoot
Mehrere niederländische Kommunen regeln verlängerte private Anschlüsse unterschiedlich. Je nach Kommune kommen Kabelgoottegels, Kabelmatten oder flache Kabel infrage; andere Kommunen schließen bestimmte Varianten ausdrücklich aus. Die Stadt Hilversum wird hier als Beispiel für ein Kabelgoottegel- bzw. Kabelrinnen-Modell dargestellt.

Unterschiedliche kommunale Modelle
Mehrere niederländische Kommunen regeln verlängerte private Anschlüsse für das Laden von Elektrofahrzeugen. Die konkreten Modelle unterscheiden sich jedoch von Kommune zu Kommune: Je nach Ort kommen Kabelgoottegels, Kabelmatten oder flache Kabel infrage, andere Kommunen schließen bestimmte Varianten ausdrücklich aus.
Wo eine Regelung besteht, werden Fragen zu Genehmigung, Haftung, Wartung, Eigentum und Kosten kommunal beantwortet. Eine Übertragung auf die deutsche Rechtslage ist damit nicht verbunden.
Begriffliche Abgrenzung
- VPA (verlengde private aansluiting): niederländischer Sammelbegriff für verlängerte private Anschlüsse.
- Kabelgoot / Kabelgoottegel: bündig eingelassene Kabelrinne bzw. Rinnen-Pflasterstein.
- Kabelmatte: aufgelegte, flache Abdeckung für das Ladekabel.
- Flaches Ladekabel: besonders flache Kabelvariante ohne bauliche Rinne.
Ausgestaltung nach Kommune
- Hilversum: Beispiel für ein Kabelgoot- bzw. Kabelgoottegel-Modell.
- Zoetermeer: kein reines Kabelgoot-Modell, sondern VPA mit Kabelmatte; eine Kabelgoot ist optional, wenn bereits vorhanden oder kommunal eingebaut.
- Haarlemmermeer: VPA-/Kabelmatten-Modell, gerade kein Kabelgoot-/Kabelrinnen-Modell.
- Alphen aan den Rijn: kommunales Verfahren, das Kabelmatte, flaches Kabel oder Kabelgoot vorsieht.
- Amersfoort: VPA mit Kabelmatte zulässig, keine Kabelgoot.
- Tilburg: anderes kommunales Modell mit eigenen Bedingungen.
Die Aufstellung zeigt kommunale Unterschiede innerhalb der Niederlande. Sie ist ausdrücklich kein einheitliches nationales Kabelgoot-System und keine Aussage zur deutschen Zulässigkeit.
Hervorgehobener Hinweis
Direkte Rückmeldung der Stadt Hilversum (Juni 2026)
- Kabelrinnen sind offiziell erlaubt
- Nutzung des privaten Hausanschlusses möglich
- Die Kommune beteiligt sich an den Kosten
- Die Kommune bleibt Eigentümerin der Kabelrinne
- Wartung und Haftung sind geregelt
Quelle: Direkte E-Mail-Auskunft der Stadt Hilversum an GehwegLaden.
Faktenblock
So funktioniert das in Hilversum
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| Haftung |
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Quelle: Direkte E-Mail-Auskunft der Stadt Hilversum an GehwegLaden.
Weitere Beispiele aus niederländischen Kommunen
Mehrere niederländische Kommunen haben eigene Regelungen, Verfahren oder Pilotprojekte für verlängerte private Anschlüsse etabliert. Die Ausgestaltung unterscheidet sich – von Kabelgoottegels über Kabelmatten bis zu flachen Kabeln. Einzelne Kommunen schließen bestimmte Varianten ausdrücklich aus.
Offizielle Kabelgoot-Regelung der Gemeinde Voorne aan Zee.
Elektroauto zu Hause in öffentlichen Räumen laden | Winterswijk
Anfrage einer Ladestation für Elektrofahrzeuge – Gemeinde Nijmegen
Ein Elektroauto von zu Hause aus laden | Gemeinde Haarlem
Kabelschalen-Fliesen für erweiterte private Verbindungen (VPA) – Teylingen
Was bedeutet das für Deutschland?
Die niederländischen Beispiele zeigen, dass die eigentliche Herausforderung oft nicht die technische Umsetzung ist.
Fragen zu Genehmigung, Haftung, Wartung und Kosten können durch kommunale Regelungen beantwortet werden.
Die zentrale Frage lautet daher nicht:
„Kann man eine Kabelrinne bauen?"
Sondern:
„Unter welchen Voraussetzungen möchten Kommunen solche Lösungen zulassen?"
Quellen
- Voorne aan Zee – Elektrisch laden over de stoep
Offizielle Informationen der Gemeinde Voorne aan Zee.
- Direkte Auskunft der Stadt Hilversum an die Initiative GehwegLaden
E-Mail-Auskunft vom Juni 2026.
Quelle liegt der Initiative vor.
Die aufgeführten Beispiele zeigen unterschiedliche kommunale Ansätze. Voraussetzungen und Genehmigungsverfahren unterscheiden sich je nach Kommune.
Weitere internationale Beispiele finden Sie in der Übersicht.
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